Zusammenhalt in Zeiten von Corona

Beispiele für kreative Ideen und solidarische Aktionen aus Südniedersachsen (Teil V) 

Nach wie vor finden sich Engagement und Solidaritätsbekundungen im Zusammenhang mit der Coronakrise auch in den ländlichen Räumen Südniedersachsens: 

  • Solidarität  im Lebensmittelhandwerk: Die Bäckereien Apel aus Niestetal, Hermann und Ruch aus Rosdorf sowie Thiele aus Weende wollen sich im Notfall gegenseitig unterstützen. Bei Produktionsschwierigkeiten aufgrund der Krise soll für die jeweils betroffene Bäckerei mitproduziert werden. Die Bäckereien sehen sich als grundversorgender Lebensmittelhersteller in einer besonderen Verantwortung.

  • Auf großen Anklang stieß der Dorftreff Reyershausen, der ein mobiles Konzert im Ort organisierte. Auf einem bereitgestellten Kranwagen wurde  „Mary`s Band“ durch den Ort transportiert. Die Musik konnte an mehreren Stationen von den Bewohnern genossen werden, die sich mit Klappstühlen versammelten. 
  • Maskenverkauf bringt Geld für die Göttinger Straßensozialarbeit: Die Samtgemeinde Radolfshausen hat den Erlös von 600 Masken, die Frauen aus der Samtgemeinde genäht haben, an die Straßensozialarbeit des Diakonieverbandes Göttingen gespendet. Das Geld kommt dem Projekt „Nähstube“ zugute, wo Besucher ihre Kleidung reparieren lassen können. Für zwei weitere Monate kann der dort angestellte Schneider sein Gehalt nun weiter beziehen.

  • Trotz Schließungen lassen sich auch die Kitas im Altkreis Münden einiges einfallen, um in Kontakt mit Kindern und Eltern zu bleiben. So hat die Kita St. Matthäus in Hann. Münden zu Beginn der Krise Pakete mit Mal- und Bastelanleitungen sowie Geschichten verteilt. Auf einer Internetplattform finden sich Videos, Lieder und Spiele. Aber auch die Kinder sind aktiv geworden. Sie konnten den Bewohnern des Altenwohnheims Hermannshagen Bilder malen und bunt verzierte Steine in den Eingang der Kita legen. Regelmäßige Telefonate zwischen Erziehern, Eltern und Kindern finden ebenfalls statt. In Gimte hat die Kita des DRK im Garten zwei Banner mit den Namen der Kinder und dem Slogan „Wir vermissen euch“ aufgestellt. Und auch in der Lutterberger Kita der AWO wird der Kontakt zu den Kindern in der Krise aufrechterhalten.

 

 

Was ist Ihr Eindruck: Wird die anfängliche Solidaritätswelle auch zukünftig bestehen bleiben? 

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